Glücklich sein mit „Happiness Bucket List“ – geht das?

Egal wo man hinschaut, unzählige Bücher, Videos, Filme oder Serien predigen über das „glücklich sein“. Aber was bedeutet eigentlich Glücklich sein und lässt es sich anhand einer „Happiness Bucket List“ bzw. To-Do-Liste erfüllen? Besonders auf sozialen Plattformen wie Instagram wird man täglich mit dem Thema „glücklich sein“ konfrontiert. Der Schlüssel zum Glück ist auf der beliebten App klar definiert: Um die Welt reisen und im Restaurant essen gehen.

Habt ihr schon mal „glücklich sein“ ins Suchfeld von Google eingegeben? Man wird von einer Vielzahl an unterschiedlichen Listen, Tipps, Tricks, Übungen und Regeln erschlagen. Die Erfüllung des menschlichen Wünsches und Strebens nach Glück erscheint wie ein luktravies Geschäft. Es gibt unzählige Happines Bucket Listen, die abgearbeitet werden können um das Glück herbeizuführen. Aber sind wir wirklich glücklicher, wenn wir 50 Tätigkeiten auf unserer „Winter Happiness Bucket List“ wegstreichen können und etliche Ratgeber lesen? Ist es nicht viel mehr so, dass die To-Do Punkte akribisch abgearbeitet wird, um das Glück zu spüren? Vielleicht erscheint die Person glücklicher aber dieser Zustand hält nicht lange an, da die Liste bereits erledigt ist. Daher muss eine erneute Liste erstellt werden, um das Glück nochmals zu spüren.

Was genau ist Glück und wie lässt es sich überhaupt definieren?

Auf Wikipedia wird Glück als ein vielschichtiger Begriff beschrieben und in zwei Arten unterschieden: einen innerlich empfundenen Zustand und ein äußeres günstiges Ereignis. Langfristig gesehen versprechen äußerliche günstige Umstände kein dauerhaftes Glück, beispielsweise ausgelöst von einem leeren Sitzplatz in einem vollen Bus oder das Erwischen eines Busses in letzter Sekunde. Viel mehr sollte der innerlich empfundene Zustand des Glücks optimiert werden.

Eine Happiness Bucket List, welches das Glücklich sein in die Zukunft verschiebt, ist problematisch, da wir im Hier und Jetzt leben. Ständig planen wir den nächsten Moment, in der Erwartung, dass von da an alles besser sein wird. Hand aufs Herz, Sätze wie „ab Montag beginnt meine Diät“ oder „im nächsten Jahr werde ich alles anders machen“ kennen wir doch alle zur Genüge. Wir leben jetzt und nicht in der Zukunft, dies sollten wir uns alle viel öfter vor Augen führen. Wer in der Zukunft lebt, verpasst die Gegenwart in der er sich befindet und somit auch das glücklich sein im hier und jetzt.

Ich bin der Auffassung, dass Glücklich sein nicht erlernbar ist. Es ist eine Entscheidung, die ganz bewusst gefällt wird und die nicht erzwungen werden kann. Jeder muss heraus finden was sein Weg zum Glück ist und was Glück für einem selbst bedeutet. Dabei sollte nicht das Glück von anderen als Maßstab dienen. Zudem denke ich, dass die eigene Selbstakzeptanz einen stärkeren Einfluss auf das Glücklich sein hat als die Gesundheit, denn nicht jeder der gesund ist, ist glücklich und nicht jeder der krank ist, ist unglücklich.

Ich wünsche euch allen ein schönes Jahr mit unendlich vielen Glücksmomenten. Lasst euch fallen und entdeckt neue Seiten an euch.

xoxo, Cherry

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2 Kommentare

  1. 22. Januar 2019 / 22:58

    Hallo! Claudia, danke für deine Gedanken zum Thema. Nebenbei gesagt sehen Bilder super toll aus…

  2. Pakeeza Madjnun
    22. Januar 2019 / 20:16

    Hey Claudia,

    ich bewundere deinen Schreibstil, sehr inspirierend!
    ❤️

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